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Manfred Bley

Nr. 14

15.02.2018

14.1 Anita Gara
Den Turnierverlauf wird man nächsten Monat in den Schachzeitungen nachvollziehen können. Nur so viel:
Es siegte nicht Nakamura, der die ersten 5 Runden gewann, sondern der an 1 gesetzte Aronian, der mit einem
Remis gegen Anita Gara etwas holprig startete. Für sie (und ihre Schwester Ticia mit einem Remis gegen Short)
begann das Turnier also mit einem Paukenschlag, einem Remis gegen die Nr. 4 der Weltrangliste und vielleicht
heißestem Konkurrenten Carlsons.
Nicht genug, in Runde 2 gab es gegen Harikrishna, ebenfalls aus den Top 20 noch ein Remis,
erst in Runde 3 gegen Vitiugov, auch ein 2700er gab es die erste Niederlage.
Danach ging es, bedingt durch die Auslosung, immer abwechselnd gegen 2100er und 2600er. Anita setzte sich
gegen alle Schwächeren durch, verlor aber gegen die GM. In der letzten Runde gab es noch eine Niederlage gegen
Blomquist (2502). Elozuwachs um 19 auf 2369.
Ticia hatte nur einen Ausrutscher gegen einen 2100er, spielte aber stark in den letzten drei Runden mit 2 Punkten
gegen drei 2400er mit einem Sieg gegen James Tarjan, einem Weltklassespieler der 70er, der als Rentner in die
Turnierarena zurückgekehrt ist. Diese Erfolge gegen Aronian und Harikrishna kann ihr niemand mehr nehmen, die
bleiben fürs Leben. Herzlichen Glückwunsch und vielleicht wird Aronian ja noch Weltmeister, das wäre noch besser!

14.2. Benedict Krause
Benedict Krause, als Kind mit seinem älteren Bruder Jonah (FC St. Pauli) im ATSV, inzwischen FM mit 2453 schaffte
er  bei der 1:7 Niederlage des SK Norderstedt in der Bundesliga gegen den OSC Baden Baden ein Remis gegen GM
Naiditsch (2702)!

14.3
Ahrensburger Winterpokal
In der ersten Runde spielten 14 Teilnehmer, in der zweiten 18. Langsam müsste man anbauen. Runde 1 sah als
einzigen Großhansdorfer Wolfgang Wilke mit einem Remis gegen Peter Raedisch. In Runde 2 war dann nur Manfred Bley
dabei, gegen den wieder aufgetauchten Schachfreund Wolfgang Herre (ehemals SG Mittelweg, Oldesloe, DWZ 1841)
mit einem Sieg. Es führen Jens Lorenz und Erwin Lehmann mit voller Punktzahl vor Marc Duhn und Jens-Erik Rudolph
(Barmbek), die schon in Runde 1 aufeinander trafen mit 1,5 Punkten. Dahinter mehrere Spieler mit einem oder weniger
Punkten. Ergebnisse und Tabelle siehe schach-atsv.de. Noch sind drei Runden zu spielen, Teilnahme freiwillig, danach
beginnt der Frühlingspokal.

14.3 Das rote Jackett (Historie)
Beim letzten Mannschaftskampf bei den Schachfreunden traf ich Gerd Putzbach, vor Jahren Hamburger Meister.
Dabei erinnerte ich mich an mein erstes Auftreten dort, es muss 1974 gewesen sein. Wir spielten mit Ahrensburg
3 gegen Schachfreunde 8, mein Gegner stellte im 4. Zug die Dame ein! Ein Sizilianer, in dem er auf d4 mit der
Dame zurückschlug, obwohl mein Springer auf c6 stand. Ich lief also herum und studierte den an der Wand
hängenden Zettel mit den vielen Mannschaften unseres Gegners. An Brett 1 in der ersten Mannschaft spielte
Putzbach. Wow, dachte ich, damals 17, ob ich jemals soweit komme? Die Antwort kennen wir heute.
Jahre später (Mitte der 90er?): Wichern Open, es geht auch um den Preis für den besten Hamburger. Putzbach,
durchaus unter den engen Favoriten, startet schlecht. Danach folgen ungefähr vier Siege, er hatte aber noch einen
Hamburger vor sich (Reddmann? Ich weiß es nicht mehr). In der letzten Runde musste er gegen IM Lauber spielen
(nominell über 200 Elopunkte stärker) und sein Auftritt ist unfassbar! Das Publikum traute seinen Augen kaum, er
kamt mit Schlips und Kragen, ausstaffiert mit einem ROTEN Jackett!!! Fertig für die Siegerehrung!
Der Aufzug zeigte Wirkung. Er schüchterte entweder seinen Gegner ein oder stärkte sein eigenes  Selbstbewusstsein
ins Unermessliche, wahrscheinlich beides oder er verwirrte auch noch Reddmann, wenn er es denn war
Was soll man sagen? Er gewann nicht nur die Partie, nein, auch den Preis. Mich hat das damals sehr beeindruckt!

14.4 SVG 1
Ohne Anita, Enno, Gerd und Bastian gab es ein 3,0:5,0 gegen SKJE 2. Die Mannschaften sind in der Tabelle eng
zusammengerückt. Noch sind drei Runden zu spielen, das Abstiegsgespenst ist nicht verschwunden. SF Hamburg 2
siegte in den letzten beiden Runden und auch Königsspringer 2 gewann. Ärgerlich! Es werden aber mit großer Sicherheit
nur zwei Absteiger sein, gehen wir davon aus, dass die Mannschaften mit 6 und 4 Punkten gefährdet sind.
Falls der HSK aus der Bundesliga absteigt (heute allerdings ein sensationelles 4:4 gegen Baden-Baden und noch drei
leichte Gegner) schiebt er seine 2. und 3. Mannschaft um eine Klasse nach unten. Ich denke aber, HSK 3 wird nicht
zusätzlich absteigen, sondern den Vorletzten der Oberliga ersetzen. Und wahrscheinlich wird sowieso keine dieser Mannschaften absteigen, deshalb wird es nur zwei Absteiger geben! Wir haben mit SV Diagonale 1 und SF Hamburg 2
noch zwei Kandidaten, die schlagbar scheinen! Dennoch kann aber nur die Empfehlung aussprechen, in diesen
Begegnungen mit Anita und Enno zu spielen. Das hülfe (keine Rechtschreibkorrektur, also gibt es das Wort wohl)
auch SVG 2, die bei der Aufstellung nicht vergessen werden darf. Limbach, Kemeny und Willers sind festgespielt,
Dümmke steht einmal und Jens Buhlmann (bisher gute Leistungen für SVG 2) zweimal zur Verfügung und Jordt
unendlich. Glück auf!

14.5 SVG 2
Mit einer mehrfach ersatzgeschwächter Mannschaft aber überzeugenden Leistung und gelang ein 5,0-3,0 bei SKJE 3.
Wenn man jemals Angst gehabt haben sollte abzusteigen, hat man das jetzt vertrieben. Schade um die Niederlage
zuvor, es warten aber noch starke Gegner, die sich freuen würden, auf unsere stärkste mögliche Aufstellung zu treffen.
Drei Mannschaftskämpfe in dieser Runde sind noch nicht gespielt.

14.6 SVG 3
Mit einem enttäuschendem 3,0:5,0 gegen Farmsen II scheint sich SVG 3 vom geplanten Aufstieg zu verabschieden.
Aber vielleicht schlägt man die Topfavoriten. Das hochgelobte erste Brett kann bisher die Erwartungen jedenfalls nicht
erfüllen, das ehemalige erste Brett dagegen hat mit 2,5 aus 3 eine hervorragende Bilanz. Auch Erich ist noch
ungeschlagen. Doch Volker kommt (noch) nicht auf die Beine, Ingo ebenfalls nicht. Peter und Klaus sind gut dabei.

Nr. 13

20.11.2017 -  HSK Weihnachtsopen:
Thomas Cording spielte beim HSK Weihnachtsopen und belegte den 26. Platz unter 64 Teilnehmer.
Nach einer Startniederlage gegen eine schwächere Gegnerin (1666) blieb er ungeschlagen, spielte noch remis gegen
drei starke Gegner zwischen 1988 und 2076.  Am Ende blieben 4 Punkte bei einer Gewinnerwartung von 4,8.
Es war das erste ausgewertete Turnier außerhalb der Mannschaftskämpfe seit Jahren!

22.01.2018 -  1. Mannschaft
Nach dem Sieg gegen Eimsbüttel, der den ärgerlichen Verlust gegen Weiße Dame wettmachte, ging es zu St. Pauli 3,
ins rustikale Clubheim mit den vielen alten Fußballbildern. Ich glaube, die haben auch eine Fußballabteilung!
Die Voraussetzungen waren klar, auch ohne Anita sollten gegen den gut gestarteten Gegner alle Ergebnisse möglich
sein.. Nachdem Anatolij Paul schnell remis spielte, folgte ihm EHV gegen einen Gegner, der mit 4 aus 5 in die
Mannschaftskämpfe gestartet war. Sorgen machte musste man sich um Ulrich Spindel, der bisherige Erfolgsgarant.
Aber die Sorge währte nicht lange, er bekam Konterchancen, die er letztendlich gar nicht nutzen musste, weil sein
Gegner einen Turm einstellte! 2:1. Enno Heyken an Brett 1 machte wieder sein sicheres Remis; danach allerdings ließ
sich  Gerd Kuhn durch einen Bauernsturm am Damenflügel überrennen. Joachim Felten stellte die Führung wieder her,
er verwertete technisch sicher seinen Mehrbauern. Danach wurde richtig heftig gekämpft - Thomas Cording um den
Gewinn und Nico Willers um das Remis. Nico schaffte es, sodass der MK mit 4,5:3,5 gewonnen wurde.
Man ist jetzt auf einem guten Weg, die Mannschaft hat Substanz, aber noch ist Vorsicht geboten. Die Verfolger haben
auch gepunktet.

29.01.2018 - 2. Mannschaft
Ein Drama, aber der Reihe nach. Jürgen und Ammar standen nach zwei Stunden klar auf Gewinn, Bert aber schlecht.
Dann stellte allerdings Ammar einzügig die Partie weg, die anderen Partien gingen wie erwartet aus. 1:2. Andreas und
Holger konnten gegen ihre starken Gegner die Partien nicht halten und es stand 1:4. In einer sehr interessanten Partie,
musste Volker - als wir glaubten, er hätte seinen Gegner überspielt - aufgrund der Grundlinienschwäche ins Remis
einwilligen. Dann gewann Nico in einer wunderbaren Partie und auch Jens konnte in beiderseitiger Zeitnot seine
Gewinnstellung verwerten. 3,5:4,5, und den Sieg weggeworfen. Das Potential ist da, selbst Limbach und Jordt hatte
man alle Möglichkeiten gehabt!

26.01.2018 - 3. Mannschaft
Brett 1: Bley. Eine Gewinnstellung herausgespielt, eine Qualle eingestellt und mit einigen Tricks ins Remis gerettet.
Brett 2: Wilke. Der Gegner veropfert sich und Wolfgang nutzt das souverän.
Brett 3: Müller. Remis. Stand besser, konnte aber am Ende remis erreichen.
Brett 4: Gast: Die Pechsträhne hält an. Der Gegner war wieder 200 DWZ stärker.
Brett 5: Buhlmann: Remis
Brett 6: Schütt. Einen Turm für nichts geopfert.
Brett 7: Maack. Ein Riese. Druck standgehalten, Bauernendspiel souverän gewonnen.
Brett 8: Böhm. Scheinopfer des Gegners widerstanden und remis gehalten. Super!
4,0:4,0 - Man weiß nicht, ob man lachen oder weinen soll. Brett 1 und 6 hätten das Spiel entscheiden können.